Zwölf Nato-Länder, darunter Großbritannien, planen, mehr als 37 Milliarden Pfund in den kommenden zehn Jahren für ein neues Raketenprojekt auszugeben. Dieses Projekt, genannt "Deep Precision Strike", wurde kürzlich von der britischen Regierung vorgestellt und soll beim Nato-Gipfel in Ankara, der Hauptstadt der Türkei, diskutiert werden. Die Rakete soll in der Lage sein, Ziele in fast 300 Kilometern Entfernung präzise zu treffen und möglicherweise Reichweiten von 2.000 Kilometern zu erreichen. Dies könnte die Verteidigungsfähigkeiten der Nato-Mitgliedsländer erheblich stärken.

Sir Keir Starmer, der aktuelle Premierminister, und Yvette Cooper, die Außenministerin, betonen die Wichtigkeit eines starken, vereinten Europas in einem gefährlichen globalen Umfeld. Sir Keir sagte, das von Großbritannien geführte Projekt werde helfen, die europäischen Verbündeten zusammenzubringen. Trotz Kritik von US-Präsident Donald Trump, der über die Verteidigungsausgaben Besorgnis zeigt, betonen die britischen Vertreter die Notwendigkeit, die Sicherheit in Europa zu erhöhen.

Präsident Wolodymyr Selenskyj aus der Ukraine appelliert an die Verbündeten, dringend benötigte Luftabwehrsysteme bereitzustellen, um sich gegen die verstärkten russischen Angriffe zu verteidigen. Er hob hervor, dass die Ukraine durch den effektiven Einsatz von Langstreckensystemen bedeutende Erfolge erzielt habe. Russische Aktivitäten in der Nähe der britischen Gewässer haben zuletzt um 30% zugenommen. Die Nato, so die britische Regierung, sei bereit, jeden Verbündeten, darunter die Ukraine, zu verteidigen. Dabei wird Russland eine klare Botschaft gesendet: Nato ist stärker und bereit, ihre Mitglieder zu schützen, obwohl sie keine Konfrontation sucht.

Die volle Umsetzung des Raketenprogramms wird bis in die 2030er Jahre hineingeschätzt. Dieses Projekt ist Teil eines Plans, das europäische Sicherheitssystem zu verbessern, da die Welt gefährlicher wird. Bei dem Gipfel steht auch auf dem Programm, mögliche strategische Bedrohungen durch Russland zu evaluieren. Die britische Regierung hat bereits 300 Milliarden Pfund bis 2030 im Rahmen des Verteidigungsinvestitionsplans zugesagt, um diesen Zielen gerecht zu werden.