In der Golfregion ist es zu neuen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran gekommen. Dies begann, nachdem Angriffe auf drei Öltanker in der Straße von Hormus gemeldet wurden, die eine wichtige Wasserstraße für den internationalen Handel ist. Das US-Zentralkommando (Centcom) hat erklärt, dass es starke Angriffe auf mehr als 80 iranische Ziele ausgeführt hat, um auf diese Vorfälle zu reagieren. Diese Angriffe waren unter anderem auf iranische Raketenabschussbasen und Kommandostellen gerichtet. Iran hat die Verantwortung für die Tankerangriffe nicht direkt übernommen, sagte jedoch, dass es als Vergeltung US-Militärstützpunkte in Bahrain und Kuwait attackiert habe. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) gaben an, 85 wichtige US-Militäranlagen anzugreifen. Laut Berichten haben die US-Schläge die iranischen Gebiete Qeshm, Bandar Abbas und Sirik getroffen, wobei es Verletzte gegeben habe. Iran beschuldigt die USA, ein kürzlich unterzeichnetes Memorandum of Understanding zu brechen, das darauf abzielt, Konflikte in der Region zu reduzieren. Der NATO-Chef Mark Rutte erklärte, dass die amerikanischen Angriffe absolut notwendig gewesen seien, da Iran die Waffenruhe gebrochen habe. Er sprach in Ankara, Türkei, wo ein Gipfeltreffen stattfand, und betonte die Wichtigkeit eines entschiedenen Vorgehens der USA. Die Annullierung der Ausnahmegenehmigung für iranische Ölexporte durch die USA wird von Iran als weiteren Verstoß gegen das Abkommen angesehen. Kuwait hat empört auf die iranischen Angriffe reagiert und betont, dass solche wiederholten Angriffe nicht toleriert werden können. Katar und Saudi-Arabien beschuldigen Iran ebenfalls und fordern eine internationale Antwort auf diese Aggressionen. Trotz der im letzten Monat unterzeichneten gemeinsamen Absichtserklärung zwischen den USA und Iran bleibt die Spannung hoch. Es wird befürchtet, dass dies das fragile Gleichgewicht in der Region weiter stören könnte und die Gefahr von weiterem militärischem Eskalieren besteht.