Der Film Daisies, im Original Sedmikrásky, ist eine satirische Komödie von Věra Chytilová, die 1966 in der Tschechoslowakei entstand. In der Handlung erleben zwei junge Frauen, die beide Marie heißen, eine Reihe anarchischer Streiche, welche nicht nur unerwartet sind, sondern auch gesellschaftliche Normen brechen. Diese Streiche zeigen die Absurdität der Regeln, die damals in der Gesellschaft herrschten. Die Marschrichtung des Films ist rebellisch und bunt, voller kreativer Ideen und unkonventioneller Darstellungen. Chytilová verwendet starke Bilder und eine lebendige Farbpalette, die die Stimmung auflockern. Der Zuschauer sieht, wie die beiden Hauptfiguren durch ihre Aktionen die Grenzen der Konventionen sprengen.
Daisies kritisiert verschiedene Themen, wie Freiheit, Identität und Geschlechterrollen, vor allem die Einschränkungen, die Frauen oft auferlegt werden. Der Film gilt als ein Meilenstein des tschechoslowakischen Films, da er die Nouvelle Vague repräsentiert, eine Bewegung, die mit neuen Erzähltechniken experimentierte. Chytilová selbst hat den Film als "ein Nekrolog über eine negative Lebensweise" beschrieben. Daisies wurde in den sozialen Kontext der 1960er Jahre geschrieben, einer Zeit, in der die Tschechoslowakei unter kommunistischer Herrschaft lebte. Wegen seiner kritischen Haltung gegenüber dem Kommunismus und der Zensur wurde der Film vorübergehend aus den Kinos verbannt.
















































