Am 4. August 2020 ereignete sich im Hafen von Beirut eine massive Explosion, die weltweit Schlagzeilen machte. Diese Explosion wurde durch die Detonation von 2750 Tonnen Ammoniumnitrat verursacht, das gefährliche Material, das bereits seit 2014 im Hafen lag. In diesem Jahr war ein Schiff, die MV Rhosus, in Beirut angelegt und das Ammoniumnitrat wurde beschlagnahmt. Leider wurde es ohne angemessene Sicherheitsvorkehrungen gelagert. Zuerst brach ein Feuer in einem angrenzenden Lagerhaus aus, und einige Minuten später kam es zur katastrophalen Explosion. Mindestens 218 Menschen starben und mehr als 7000 weitere wurden verletzt. Auf schlimme Weise verloren etwa 300.000 Menschen ihr Zuhause, da viele Gebäude in der Umgebung schwer beschädigt wurden. Der verursachte wirtschaftliche Schaden betrug ca. 15 Milliarden US-Dollar, was immense Auswirkungen auf die Wirtschaft Libanons hatte. Diese Explosion war nicht nur eine der stärksten nicht-nuklearen Explosionen in der Geschichte, sondern sie führte auch zu einem internationalen Aufschrei. Die Erschütterung war sogar in Nachbarländern wie Syrien und Israel zu spüren. Menschen waren wütend und enttäuscht über die Regierung, die die Situation nicht kontrolliert hatte. Die Proteste, die bereits seit 2019 in Libanon stattfanden, wurden nach der Explosion noch größer. Der Ministerpräsident Hassan Diab trat am 10. August 2020 zurück, um auf die Wut der Bevölkerung zu reagieren. Die Menschen forderten Veränderungen und ein Ende der Korruption, die das Land schwer belastet hat.